Preview

With LAURIE ANDERSON & BILL LASWELL´S METHOD OF DEFIANCE, KLEIN, MAJA S. K. RATKJE, ELLEN ARKBRO, JOËLLE LÉANDRE, MICHAEL ZERANG & THE BLUE LIGHTS, MARK FELL, C. M. VON HAUSSWOLFF, RADIAN, LARGE UNIT RIO, LILLEVAN, RABIH BEAINI, VALERIO TRICOLI, WANDA GROUP, JESSOP&CO., and much more!

Intro: Reduced to the max! From 1 to 4 August 2018, A L’ARME!, Berlin’s renowned avant-garde festival, will be returning to its roots and taking Vol. VI back to where it all began: over four days and nights, RADIALSYSTEM V will be filled with the pulsating sounds of a cross-genre array of performances and performers: from avant-garde jazz to musique concrète, from drone to improvisational, all the way to audiovisual performances that straddle the border between installation, electronics and experimental noise. From American performance art icon Laurie Anderson, who will open the festival in an unforgettable exclusive collaboration with Method of Defiance (a world premiere!) all the way to the festival’s closing evening, which will be dedicated to the full-length Karkowski Project, which takes an innovative look at the unique artist in order to honour his legacy. In 2018, A L’ARME! remains as radical as ever, and continues to serve as a platform where vastly different artistic energies can unite. Living avant-garde legends such as Laurie Anderson, Joëlle Léandre, Bill Laswell, Carl Michael von Hausswolff and Mark Fell will share the RADIALSYSTEM V stage with internationally renowned newcomers and shooting stars such as the Nigerian-British singer KLEIN, Maja Ratkje, Ellen Arkbro, Matilda Rolfsson and Philipp Gropper, while international musicians and sound artists such as Paal Nilssen-Love’s LARGE UNIT, JESSOP&CO., WANDA, and KSIEZYC will bring the avant-garde scenes from Norway, Brazil, India, the UK and Poland to the banks of the Spree.

Addendum: A L’ARME! was founded in 2012 with the aim of offering a wide range of the best contemporary jazz artists and radical, experimental musicians an annual platform for creative innovation and experimentation. Through exciting collaborations, concerts and performances, we bring together local and international artists, communities and audiences so that they can exchange ideas, question hierarchies, break down borders and push boundaries in order to spotlight innovative new sounds and simply enjoy the process of experiencing unusual, “different” music together.

LINER NOTES BY ARNO RAFFEINER

Sender. Inhalt. Medium. Empfänger. Effekt.

Fünf Stufen hat das Kommunikationsmodell des amerikanischen Sozialwissenschaftlers Harold Dwight Lasswell. Es galt nach seiner Entwicklung Ende der Vierzigerjahre lange als überaus nützlich für eine Theorie der Massenkommunikation und das Verständnis von Propaganda. Und zwar gerade, weil es linear und unidirektional angelegt ist und zwei Elemente von Kommunikation rigoros ausblendet: Noise und Feedback. Die Lasswell-Formel ist vollkommen rauschfrei. Akustische und semantische Verzerrung sind nicht vorgesehen, es gibt keinen Raum für Überblendung und schillernde Mehrbedeutung, eine Rückkopplung vom Empfänger zum Sender findet nicht statt.

Die Lasswell-Formel ist also alles, was dieses Festival nicht ist. Rauschen und Rückkopplung sind die zentralen Prinzipien der A L'Arme! Formel. Noise ist das, was Kommunikation stört oder, neutraler ausgedrückt: beeinflusst. Man könnte auch sagen: bereichert. All das, was zwischen einer, ohnehin nur in klinisch sauberer Theorie existierenden, klaren Sende- und einer unbeeinflussten Empfängerinstanz passiert: die Interferenzen, das Laute, das Lebendige. Feedback ist das, was Rauschen und Bedeutung verstärkt und immer wieder neu antreibt. All das, was weitere Kommunikation und Austausch ermöglicht und so Erkenntnissprozesse in Gang bringt.

Störung aus Prinzip. Lärm als Bereicherung. Klang als Material für Erfahrung und Erkenntnis. So kann man Programm und Anspruch des A L'Arme! Festival auf den Punkt bringen.

Material. Das war der Name des ersten Bandprojekts von Bill Laswell zur Zeit von No Wave und New York Noise. Seither widmet sich der Namensvetter des Kommunikationsprofessors in immer neuen Konstellationen dem Elementaren: den Grundbedingungen von Sound und Rhythmus. Am Eröffnungsabend der sechsten Ausgabe von A L'Arme! trifft das Klangmaterial von Laswells Method Of Defiance in einer besonderen Zusammenarbeit auf die Imaginationskraft von Laurie Anderson. „Es geht nicht um Herrschaftsstrukturen, nicht um Schuld, nicht um das jüngste Gericht, nichts dergleichen. Es geht um Bewusstheit und darum, sich den Dingen gegenüber zu öffnen, sie zu lieben.“ Das erklärte Anderson bei ihrem letzten Berlin-Auftritt in einem Interview mit der Zeitschrift Spex. Sie bezog sich dabei auf den Buddhismus. Doch im Laufe dieses Festivals – besonders an Tag zwei und drei mit Auftritten von Gordoa / Malfon/ Edwards / Narvesen, Large Unit Rio, Léandre / Rolfsson / Harnik und vielen anderen – sollte klar werden: Genau dasselbe kann man über Improvisation sagen, über Jazz und neue Formen des Zusammenspiels – und generell über alle relevanten Formen musikalischer Kommunikation.

Letztlich ist alles Schwingung. So lautet die Karkowski-Formel. Sie ist nur einstufig, aber sie lässt dem Rauschen unendlich viel Raum. Zbigniew Karkowski verstand jegliche Form von Vibration als Antriebskraft des Universums. Ihm war klar: Wenn man unser Dasein in Frequenzen, Wellen, Verhältnissen und Intensitäten beschreibt, wird Unerhörtes möglich. Um seine Erkenntnis weiter zu ergründen und im handfesten Sinne zu begreifen, ist dem polnisch-schwedischen Komponisten knapp fünf Jahre nach seinem Tod ein großer Schwerpunkt zum Ausklang von A L’ARME! Vol. VI gewidmet.

„Wo die Sprache endet, beginnt die Musik“, behauptete Karkowski und griff damit einen Gedanken des Komponisten Jean Sibelius auf. Hat also umgekehrt die Musik da aufgehört, wo dieser Text einsetzte? Ist hier nur Buchstabensalat und Stille statt Lärm und Bedeutung? Finden wir es gemeinsam heraus.

WEDNESDAY 01 AUG

18:00—midnight

STUDIO A*
MARK FELL (UK) — "THE TRUTH AT ALL COSTS?” MULTI LAYER SOUND INSTALLATION WITH ARCHIVE MATERIAL OF ZBIGNIEW KARKOWSKI
19:15—19:45

CONCERT 1 — SET 1
MAJA S. K. RATKJE
20:00—20:50

CONCERT 1 — SET 2
LAURIE ANDERSON & BILL LASWELL'S METHOD OF DEFIANCE
22:00—22:30

CONCERT 2 — SET 1
MAJA S. K. RATKJE
22:40—23:30

CONCERT 2 — SET 2
LAURIE ANDERSON & BILL LASWELL'S METHOD OF DEFIANCE
23:30—1:00

AFTERSHOW

THURSDAY 02 AUG

18:00—midnight

STUDIO A*
MARK FELL (UK) — "THE TRUTH AT ALL COSTS” MULTI LAYER SOUND INSTALLATION WITH ARCHIVE MATERIAL OF ZBIGNIEW KARKOWSKI
20:00—20:45

SET 1
BELFI / TRICOLI
21:00—21:45

SET 2
KSIEZYC
22:00—22:45

SET 3
GORDOA / MALFON / EDWARDS / NARVESEN
23:00—23:45

SET 4
LARGE UNIT RIO
FRIDAY 03 AUG

18:00—midnight

STUDIO A*
MARK FELL (UK) — "THE TRUTH AT ALL COSTS?” MULTI LAYER SOUND INSTALLATION WITH ARCHIVE MATERIAL OF ZBIGNIEW KARKOWSKI
20:00—20:45

SET 1
ALSO: SIEWERT / ERNST
20:45—21:30

SET 2
MICHAEL ZERANG & THE BLUE LIGHTS
21:30—22:15

SET 3
ROLFSSON / LÉANDRE / HARNIK
22:15—23:00

SET 4
PHILIPP GROPPER’S PHILM
23:00—23:30

SET 5
RADIAN + BILLY ROISZ and dieb13
23:30—1:00

AFTERSHOW
DJ PAAL NILSSEN-LOVE

SATURDAY 04 AUG

18:00—midnight

STUDIO A*
MARK FELL (UK) — "THE TRUTH AT ALL COSTS?” MULTI LAYER SOUND INSTALLATION WITH ARCHIVE MATERIAL OF ZBIGNIEW KARKOWSKI
20:00—20:45

SET 1
ELLEN ARKBRO
20:45—21:45

SET 2
MASSIMO PUPILLO / STEFANO PILIA / Video by LILLEVAN
22:00—22:40

SET 3
CARL MICHAEL VON HAUSSWOLFF
22:40—23:15

SET 4
JESSOP&CO.
23:30—00:15

SET 5
KLEIN
00:30—01:00

SET 6
WANDA GROUP
01:00—01:40

SET 7
RABIH BEAINI Live
01:40—till dawn

SET 8
MIEKO SUZUKI Djset


Bergmannstraßenfest, Jazzfestival "Kreuzberg jazzt!"

Offizielle (amtliche) Begründung zur Genehmigung des Festes
Das Jazzfestival "KREUZBERG JAZZT!" in der Bergmannstraße ist zu einem weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannten Ereignis geworden. Die Weltstadt Berlin ist heute ethnisch, religiös und kulturell heterogen geprägt und ist nach der deutschen Vereinigung in den Mittelpunkt des internationalen Interesses gerückt, auch als Symbol für den Weg zu einem vereinten Europa, für eine auf Akzeptanz und Toleranz aufgebaute Gesellschaft. Das Jazzfest bezeichnet sich als Ort der Kreativität und der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalität und Kultur. Es bietet typische Kreuzberger Qualitäten, mitreißende Musik, kulinarische Genüsse, multikulturelles Treiben für Groß und Klein. Das Jazzfestival in der Bergmannstraße bietet einen Überblick über die bunte und vielfältige Jazzszene Berlins. Es wird aus besonderen kulturellen und touristischen Gründen daher traditionell im Ortsteil Kreuzberg durchgeführt. Auf Grund der Bedeutung des Jazzfestes in der Bergmannstraße für die Stadt Berlin sowie für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und des gesamtstädtischen Interesses an Kiezveranstaltungen & Straßenfesten in Berlin fiel die Entscheidung positiv aus.

FREITAG 30.6.
Bühne Mehringdamm
GROOVE ZENTRUM FÜR PERCUSSION PRÄSENTIERT:
16:00 - 16:30 Gruppe Groove Power Percussion
16:40 - 17:10 Konoo Zeeh 1. Westafrikanische Rhythmen
17:20 - 17:50 Roland Zeldenrust Superdrummer
18:00 - 18:30 Maracatu Treff Perkussion & voc / Brasilien
18:40 - 19:10 Las Marineras Rhythmen aus Kuba
19:20 - 19:50 HeartBeaters Afrobrasilianische Rhythmen
20:00 - 20:30 Bloco Calango Populäre Tanzmusik / Grooves
20:40 - 21:10 Orquesta Burundanga Salsa, Merengue, Rumba
21:20 - 22:00 Sapucaiu no Samba Tolle Samba Performance mit Sängerin Francilene de Oliveira

SAMSTAG 1.7.
YORCKSCHLÖSSCHEN PRÄSENTIERT:
11:00 - 13:00 Chat Noir Swing Moustache
15:00 - 15:45 Smoothbox Soul Jazz
16:00 - 16:45 Noah Fischer Jazz
17:00 - 18:00 Tiffany Stella Kemp & Loomis Green Jazz, Pop, B.
18:30 - 20:00 Sugar Pie & The Candymen Pop-Swing
20:30 - 22:00 Richard Arame Group, Blues, Funk, R&B

SONNTAG 2.7.
11:00 - 13:00 Blue Bayou Band, New Orleans R&B + Jazz
15:00 - 16:00 Sugar Pie & The Candymen, Pop-Swing & more
16:30 - 18:00 Ticvaniu Mare, Balkan Jazz
18:30 - 20:00 Tiliboo Afrobeat, Afropop,

FREITAG 30.6.
Bühne Obere Nostitzstraße
KREUZBERGER MUSIKALISCHE AKTION e.V. PRÄSENTIERT:
16:00 - 16:45 Branes Balkan Brass Band, Balkan Jazz
17:05 - 17:50 Pumping Air Pop Jazz
18:10 - 18:55 Goosfraba Soul, Jazz, Funk
19:10 - 19:55 Miss Jackie’s Delight Funk, Soul, Jazz
20:10 - 20:55 Todd & Alex & Friends Blues Rock
21:10 - 22:00 Juanita Laló & Friends Cumbia, Reggae, Bolero

SAMSTAG 1.7.
11:00 - 11:55 Hattie St. John Jazz, Blues, Latin
12:05 - 13:00 Hartmann & Brunn Jazz, Balkan
15:00 - 16:00 Afroberlin High Stars Tropical Jazz
16:30 - 17:30 Illegal Boys Reggae, Folk, Rock
18:00 - 19:00 Djatou Touré AfriPop, Jazz, World
19:15 - 20:30 Homage “Music Is My Life” an Souleymane Touré
Jam with Guests
21:00 - 22:00 Illustrasamba & Valdir Jovenal Pagode, Samba

SONNTAG 2.7.
11:30 - 13:00 Jazz meets India, Leitung: Claus Rückbeil
Skip’n Step Besser improvisieren
15:00 - 20:00 Fortgeschrittenenkurs Jazzgesang. Es erklingen neue Arrangements der fünf Kurse unter der Leitung von Tanja Siebert (voc) und Steffen Illner (b) (15-17h) und Anders Grop (b) (17-20h.) Von ca. 16-17h mit Jörg Trinks (dr).als Gast

FREITAG 30.6.
Bühne Zossener Straße
16:00 - 17:00 NotReally Bluesband, Hot Youngster’s Blues & R.R
17:30 - 18:30 Kelele, Worldmusic
19:00 - 20:00 Berlin Oriental Group, Balkan Jazz
20:30 - 22:00 Rupert’s Kitchen Orchestra, Street Funk

SAMSTAG 1.7.
11:00 - 13:00 Matthias Harig Quntett,Swing / Bebop
15:00 - 16:00 The Lips, Fresh Blues, R&B
16:30 - 18:00 “Detroit” Gary Wiggins Band, R&B, Blues
18:30 - 20:00 Adora Odili Band, R&B, Blues. Soul
20:30 - 22:00 Mi Solar, Salsa, Latin

SONNTAG 2.7.
11:00 - 13:00 Gaunerliebchen & Komplizen Swing
15:00 - 16:00 Adam Hall & The Velvet Playboys Swing, Jive, R&B from Australia
16:30 - 18:00 Hot Chickens Rock’n Roll, Rockabilly from France
18:30 - 20:00 B6BBO Power Polka

Die Passionskirche lädt ein:
Freitag 30. Juni
19:00 Uhr Elephunk - Rock, Blues, Funk
21:00 Uhr Oz Camera - Mandolinist, Songwriter, Sänger
Samstag 1. Juli
15:00 Uhr 2 Jahre Ferien - Reise durch die Musikgeschichte
17:00 Uhr The Legendary Lost Mojados - Travel - Songs
19:00 Uhr RAM - Klassiker der Rockmusik
21:00 Uhr Hub Hildenbrand - The garden of stolen songs
Sonntag 2. Juli
15:00 Uhr Windspiel - A Tribute to Ennio Morricone
16:30 Uhr Niko and the Dukes - The Music of Willy De Ville
18:15 Uhr K2 - Klanggemälde auf Piano und Saxophon
20:00 Uhr Bach, Beatles, Blues - Orgelmusik mal anders mit Reinhard Hoffmann an der Schuke-Orgel


JAZZDOR 5. - 8. Juni Kesselhaus/Kulturbrauerei

Im Jahr 12 setzt das Festival Jazzdor Berlin mehr denn je auf Begegnungen zwischen deutschen und französischen Künstlern. Musiker der Berliner Szene sind inzwischen fester Bestandteil des Programms. Einige deutsch-französische Begegnungen haben sich sogar zu festen Projekten entwickelt. Davon wird dieses Jahr auch zu hören sein. Neben vielen Neuentdeckungen aus der französischen Jazzszene, gibt es auch das eine oder andere Wiedersehen mit Bekannten. In jedem Fall bietet Ihnen das Festival Jazzdor Berlin vier Tage lang erneut eine hervorragende Möglichkeit, die Einzigartigkeit des Jazz, mit einem besonderen Fokus auf die aktuelle, französische Jazzszene, zu entdecken.

Unter anderem dabei: Roberto Negro, Émile Parisien, Michel Portal, Bojan Z, Nils Wogram, Pablo Held Trio, Airelle Besson Trio mit Sebastian Sternal und Jonas Burgwinkel, Hans Lüdemann T.E.E. Ensemble, Antonin-Tri Hoang, Francois Corneloup Quintet…

Präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, Jazzthetik und Jazz Guide Berlin

Dienstag, 5. Juni, 20h Kesselhaus
ROBERTO NEGRO DADADA (Frankreich / Italien) // Record Release, Roberto Negro, Klavier / Émile Parisien, Sopran Saxofon / Michele Rabbia, Schlagzeug + MICHEL PORTAL / BOJAN Z / NILS WOGRAM / BRUNO CHEVILLON / LANDER GYSELINCK (Frankreich / Deutschland / Belgien), Michel Portal, Klarinette / Bojan Z, Klavier / Nils Wogram, Posaune / Bruno Chevillon, Kontrabass / Lander Gyselinck, Schlagzeug

Mittwoch, 6. Juni 20h
PABLO HELD TRIO invite NELSON VERAS (Deutschland/ Brasilien) Pablo Held, Klavier / Robert Landfermann, Kontrabass / Jonas Burgwinkel, Schlagzeug / Nelson Veras, Gitarre + AIRELLE BESSON TRIO (Frankreich / Deutschland)
Airelle Besson, Trompete / Sebastian Sternal, Kontrabass / jonas Burgwinkel, Schlagzeug + HUGUES MAYOT “WHAT IF“ (Frankreich / Belgien) Hugues Mayot, Tenor Saxofon / Jozef Dumoulin, Fender Rhodes / Joachim Florent, Kontrabass / Franck Vaillant, Schlagzeug

Donnerstag, 7. Juni, 20h
IKUI DOKI (Frankreich) Jazz Migration
Sophie Bernado, Fagott / Rafaelle Rinaudo, Harfe / Hugues Mayot, Saxofon + YORGOS DIMITRIADIS / PHILIPPE LEMOINE / ANDREA PARKINS (Griechenland / Frankreich / USA) Yorgis Dimitriadis, Schlagzeug / Philippe Lemoine, Saxofon / Andrea Parkins, Akkordeon + HANS LÜDEMANN T.E.E. ENSEMBLE (Deutschland / Frankreich) Hans Lüdemann, Klavier / Silke Eberhard, Saxofon / Alexandra Grimal, Saxofon / Théo Ceccaldi, Geige / Ronny Graupe, Gitarre / Yves Robert, Posaune / Sébastien Boisseau, Kontrabass / Dejan Terzic, Schlagzeug

Freitag, 8. Juni, 20h Kesselhaus
NOVEMBRE (Frankreich) Jazz Migration
Antonin-Tri Hoang, Saxofon / Romain Clerc-Renaud, Klavier / Thibault Cellier, Kontrabass / Elie Duris, Schlagzeug
+ BEDMAKERS “Tribute to an Imaginary Folk Band“ (Frankreich) Robin Fincker, Tenor Saxofon, Klarinette / Mathieu Werchowski, Geige / Fabien Duscombs, Schlagzeug
+ FRANÇOIS CORNELOUP QUINTET (Frankreich)
François Corneloup, Bariton Saxofon / Simon Girard, Posaune / Sophia Domancich, Klavier und Fender Rhodes/ Joachim Florent, E-Bass / Vincent Tortiller, Schlagzeug

Tickets sind seit dem 01. März erhältlich unter www.jazzdor-strasbourg-berlin.eu sowie auf www.kesselhaus.net

MEHR INFOS
www.jazzdor-strasbourg-berlin.eu
www.facebook.com/jazzdorberlin

PRESSEKONTAKT
Die LAUTsprecherin PR und Presse für Kultur
Anne Katrin Hülsmann
Email : akh@dielautsprecherin.de


XJAZZ Festival 9 - 13 Mai

10. MAI
Erik Leuthäuser · XJAZZ Festival
Do 19:00
Orania.Berlin

10. MAI
Manu Katche · XJAZZ Festival
Do 19:30
Lido Berlin

10. MAI
Dima Bondarev · XJAZZ Festival
Do 19:30 · von XJAZZ
Monarch Berlin

10. MAI
Shake Stew · XJAZZ Festival
Do 19:30 · von XJAZZ
PRIVATCLUB Berlin

10. MAI
Kai Schumacher · XJAZZ Festival
Do 20:30 · von XJAZZ
Orania.Berlin

10. MAI
Marsmobil · XJAZZ Festival
Do 21:15 · von XJAZZ
Monarch Berlin

10. MAI
Polyversal Souls & Guy One · XJAZZ Festival
Do 21:30 · von XJAZZ
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10. MAI
We Out Here - Joe Armon-Jones · XJAZZ Festival
Do 21:30 · von XJAZZ
Bi Nuu

10. MAI
Dinosaur · XJAZZ Festival
Do 23:00 · von XJAZZ
Lido Berlin

10. MAI
Ruby Rushton · XJAZZ Festival
Do 23:15 · von XJAZZ
PRIVATCLUB Berlin

11. MAI Studnitzky Solo · XJAZZ Festival Fr 1:00 · von XJAZZ

11. MAI
Stella Chiweshe· XJAZZ Festival
Fr 17:30 · von XJAZZ
Emmauskirche

11. MAI
Richard Koch Quartett · XJAZZ Festival
Fr 18:00 · von XJAZZ
PRIVATCLUB Berlin

11. MAI
Lea W. Frey · XJAZZ Festival
Fr 19:30 · Judy ist interessiert
Lido Berlin

11. MAI
Songs From a Breeze ft. Deniz Mahir Kartal · XJAZZ Festival
Fr 19:30 · von XJAZZ
FluxBau

11. MAI
Simona Severini· XJAZZ Festival
Fr 19:30 · von XJAZZ
Monarch Berlin

11. MAI
Tomasz Stanko · XJAZZ Festival
Fr 19:45 · von XJAZZ
Emmauskirche

11. MAI
Stimming x Lambert, JRBB, Ralph Heidel. (Kryptox Showcase)
11. Mai - 12. Mai · 1.083 Gäste
Säälchen

11. MAI
Jono McCleery · XJAZZ Festival
Fr 20:00 · von XJAZZ
Bi Nuu

11. MAI
Jono McCleery Trio · XJAZZ Festival
Fr 20:00 · von XJAZZ
Bi Nuu

11. MAI
Mockemalör · XJAZZ Festival
Fr 21:00 · von XJAZZ
Monarch Berlin

11. MAI
Moka Efti Orchestra · XJAZZ Festival
Fr 21:00 · von XJAZZ
Lido Berlin

11. MAI
Lahza · XJAZZ Festival
Fr 21:30 · von XJAZZ
FluxBau

11. MAI
Clara Haberkamp · XJAZZ Festival
11. Mai - 12. Mai · von XJAZZ
PRIVATCLUB Berlin

11. MAI
Tatu Rönkkö + Timothée Quost · XJAZZ Festival
Fr 23:15 · von XJAZZ
Emmauskirche

11. MAI XJAZZ Kids
Sa 16:00 · von XJAZZ
Circus Schatzinsel

12. MAI
Milad Khawam · XJAZZ Festival
Sa 17:30 · von XJAZZ
Circus Schatzinsel

12. MAI
Killing Popes · XJAZZ Festival
Sa 18:00 · von XJAZZ
PRIVATCLUB Berlin

12. MAI
Maarja Nuut & HH · XJAZZ Festival
Sa 18:00 · von XJAZZ
Lido Berlin

12. MAI
Pranke · XJAZZ Festival
Sa 19:30 · von XJAZZ
Monarch Berlin

12. MAI
Kristjan Randalu Trio · XJAZZ Festival
Sa 19:45 · von XJAZZ
Emmauskirche

12. MAI
Bernhard Meyer "Murmuration" · XJAZZ Festival
Sa 19:45 · von XJAZZ
Watergate Club "Official"

12. MAI
Natalie Greffel · XJAZZ Festival
Sa 19:45 · Judy Niemack nimmt teil
PRIVATCLUB Berlin

12. MAI
Lycian Herbs · XJAZZ Festival
Sa 20:00 · von XJAZZ
FluxBau

12. MAI
Maurice & Die Familie Summen · XJAZZ
Sa 21:00 · von XJAZZ
Lido Berlin

12. MAI
Bobby Rausch · XJAZZ Festival
Sa 21:15 · von XJAZZ
Monarch Berlin

12. MAI
Hess Is More · XJAZZ Festival
Sa 21:30 · von XJAZZ
PRIVATCLUB Berlin

12. MAI
Fazer · XJAZZ Festival
Sa 21:30 · von XJAZZ
Watergate Club "official"

12. MAI
Roedelius & Kasar · XJAZZ Festival
Sa 21:30 · von XJAZZ
Emmauskirche

12. MAI
Komfortrauschen + Ameli Paul · XJAZZ Festival
Sa 23:00 · von XJAZZ
FluxBau

12. MAI
Urban Base Jam · XJAZZ Festival
Sa 23:30 · von XJAZZ
PRIVATCLUB Berlin


Das Festival 2017
In einer Welt, in der tagtäglich Mauern errichtet und Grenzen befestigt werden, in der Staatsführer*innen kulturellen Isolationismus fördern und Minderheiten ausgegrenzt werden, und in der Kindern beigebracht wird, dass sie sich vor Diversität fürchten müssen, ruft uns der Jazz eine ganz simple Tatsache in Erinnerung: Menschen und Gesellschaften sind dann am besten aufgestellt, wenn sie im Geiste von Offenheit und Inklusion zusammenarbeiten.

Aus den Geschichtsbüchern wissen wir, dass die ersten Jazzplatten im Jahr 1917 aufgenommen wurden. Seitdem hat dieses Musikgenre beispielhaft gezeigt, wie Weiterentwicklung vor allem durch Zusammenarbeit entsteht, und zwar nicht nur zwischen einzelnen Musiker*innen, sondern auch zwischen scheinbar grundverschiedenen Kulturen. Das Jazzfest Berlin 2017 wird erneut veranschaulichen, dass der Jazz, während er seinen kostbaren afroamerikanischen Kern bewahrt, ganz ungeachtet ihrer Herkunft alle diejenigen willkommen heißt, die auf ihrem Recht bestehen, anders zu sein, Orthodoxie zu hinterfragen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen zu finden. Aus diesem Grund beginnt das auf nunmehr sechs Tage verlängerte Festival in diesem Jahr nicht an seinem Wilmersdorfer Stammplatz, sondern in Kreuzberg – wo zahlreiche Kulturen aufeinandertreffen und mit Bands, die aus Rap, Hip-Hop, Poetry und den musikalischen Perspektiven Indiens und Afrikas reizvolle neue Kombinationen erschaffen.

Zum ersten Mal in den 54 Jahren seines Bestehens wird das Festival einen Artist-in-Residence haben: Der in New York ansässige Komponist, Schlagzeuger und Bandleader Tyshawn Sorey wird sowohl mit seinem Trio zu hören sein als auch in einem Late-Night-Konzert, bei dem er als Solist und im Duo mit dem Berliner Saxophonisten Gebhard Ullmann auftritt. Außerdem wirkt Sorey in einem nach der sogenannten „Conduction“-Methode geleiteten Konzert mit, das eigens für das Jazzfest konzipiert wurde und verschiedene Musiker*innen aus der Berliner Musikszene integriert.

Ein Großteil der komponierten Musik des diesjährigen Programms wurde eigens für das Festival geschrieben. Die ca. 60-minütige Komposition, die der Trompeter Ambrose Akinmusire vorstellt, basiert auf Aufnahmen aus dem Jahr 1939, in denen die Stimme einer weiblichen Strafgefangenen im amerikanischen Bundesstaat Mississippi zu hören ist. Der irakisch-amerikanische Trompeter Amir ElSaffar und sein Ensemble spielen eine Eigenkomposition, die die außergewöhnliche Akustik der evangelischen Kirche am Hohenzollernplatz miteinbezieht. Geir Lysne, Leiter der NDR Bigband, dirigiert eine Uraufführung, die die traditionelle Musik seiner norwegischen Heimat reflektiert. Ebenfalls aus Norwegen stammen die sieben Sängerinnen von Trondheim Voices, die in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf den Organisten Kit Downes treffen.

Der Gitarrist Nels Cline ist vor allem als Mitglied der Rockband Wilco bekannt. Er reist mit seinem Projekt „Lovers“ an und spielt gemeinsam mit einem Kammerorchester Jazzstandards und Broadwaymelodien. Dr. Lonnie Smith, einer der großen Interpreten der Hammond-B3-Orgel, prägt mit gefühlvoller Wärme das Programm. Zwei Pianisten ganz unterschiedlicher Generationen spielen unbegleitet: Michael Wollny, der Jungstar des europäischen Jazz, gibt eines seiner seltenen Solokonzerte. René Urtreger wird anschließend an eine Vorführung von Louis Malles „Fahrstuhl zum Schafott“ auftreten und auch über seine Erinnerungen an die Aufnahmen der dazugehörigen Filmmusik mit Miles Davis 1957 in Paris sprechen. Zum Abschluss des Jazzfest Berlin 2017 wird John Beasleys preisgekrönte Bigband MONK’estra zu hören sein, zum ersten Mal mit dem deutschen Startrompeter Till Brönner als Gast.

In diesem Jahr wird das Festival zum dritten und letzten Mal von seinem britischen Kurator gestaltet. Da Berlin und London in absehbarer Zukunft nicht mehr Teil derselben Europäischen Gemeinschaft sein werden, erscheint es nur richtig, dass im Jahr 2017 Musiker*innen aus beiden Städten an drei Abenden im intimen Rahmen des A-Trane mit vereinten Kräften und in bisher noch nicht gehörten Kombinationen stichhaltige Argumente für kulturelle Zusammenarbeit liefern. Sie und die circa 150 weiteren Musiker*innen dieses Festivalprogramms werden beweisen, dass die Botschaft des Jazz am wertvollsten ist, wenn sie, wie Ornette Coleman einmal sagte, „in allen Sprachen“ ihren Ausdruck findet.

Richard Williams
Künstlerischer Leiter Jazzfest Berlin

Thomas Oberender
Intendant Berliner Festspiele

Künstler*innenliste

Ambrose Akinmusire
John Beasley’s MONK’estra
Nels Cline Lovers
Punkt.Vrt.Plastik: Kaja Draksler / Petter Eldh / Christian Lillinger
Empirical
Amir ElSaffar + Zinc & Copper
Heroes Are Gang Leaders
Ingrid & Christine Jensen mit Ben Monder
Amirtha Kidambi & Elder Ones
Geir Lysne + NDR Bigband
Steve Lehman & Sélébéyone
Shabaka & the Ancestors
Dr. Lonnie Smith Trio
Trondheim Voices + Kit Downes
Tyshawn Sorey
René Urtreger
Mônica Vasconcelos
Michael Wollny

Programm

Heroes Are Gang Leaders / Shabaka and the Ancestors
Lido
DI 31.10.2017, 20:00

Amirtha Kidambi & Elder Ones / Steve Lehman & Sélébéyone
Lido
MI 01.11.2017, 20:00

Tyshawn Sorey Trio / NDR Bigband: Geir Lysne’s Abstracts from Norway
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
DO 02.11.2017, 20:00

Jean-Paul Bourelly, Frank Gratkowski, Orphy Robinson, Pat Thomas, Berlin-London Conversations 1
A-Trane
DO 02.11.2017, 21:00

Mônica Vasconcelos
Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
DO 02.11.2017, 23:00

Tyshawn Sorey, Angelika Niescier
Albert-Mangelsdorff Preisverleihung (Deutscher Jazzpreis)
Preisträgerin: Angelika Niescier
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
FR 03.11.2017, 17:30

Michael Wollny / Ambrose Akinmusire
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
FR 03.11.2017, 20:00

Kit Downes, Philipp Gropper, Lucy Railton, Oliver Steidle
Berlin-London Conversations 2
A-Trane
FR 03.11.2017, 21:00

Tyshawn Sorey & Gebhard Ullmann
Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
FR 03.11.2017, 23:00

Fahrstuhl zum Schafott
Ascenseur pour l’échafaud (Fahrstuhl zum Schafott)
Film von Louis Malle
Cinema Paris
SA 04.11.2017, 12:00

René Urtreger
Talk & Concert
Maison de France / Salle Boris Vian
SA 04.11.2017, 14:15

Amir ElSaffar + Zinc & Copper
Kirche am Hohenzollernplatz
SA 04.11.2017, 16:30

Lawrence D. „Butch“ Morris: The Art of Conduction
Buchpräsentation mit Daniela Veronesi
Haus der Berliner Festspiele, Oberes Foyer
SO 05.11.2017, 17:30

Empirical / Nels Cline Lovers / Dr. Lonnie Smith Trio
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
SA 04.11.2017, 18:30

Silke Eberhard, Sarah Tandy, Daniel Casimir, Kay Lübke
Berlin-London Conversations 3
A-Trane
SA 04.11.2017, 21:00

Punkt.Vrt.Plastik
Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
SA 04.11.2017, 23:00

Trondheim Voices & Kit Downes
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
SO 05.11.2017, 15:00

Tyshawn Sorey / Ingrid & Christine Jensen with Ben Monder: Infinitude / John Beasley’s MONK’estra
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
SO 05.11.2017, 19:00